Harburger ZOB erweitern Radverkehr am Harburger Bahnhof verbessern

Harburger ZOB erweitern Radverkehr am Harburger Bahnhof verbessern

Der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am Bahnhof Harburg ist in den Hauptverkehrszeiten am Rand seiner Kapazität und muss erweitert werden. Gegenwärtig können auf dem ZOB 6 Gelenkbusse und 4 Standardbusse gleichzeitig halten. Die HHA-Planung sieht bis zu 13 Haltestellen für Gelenkbusse und 2 Haltestellen für Standardbusse vor.

Mit der Überplanung wird die Hannoversche Straße zwischen Schlachthofbrücke und Buxtehuder Straße betrachtet. Hier sind u.a. neuzeitliche Radwege vorgesehen, die z.B. eine gute Anbindung der neuen Radstation ermöglichen. Im letzten Ausschuss für Mobilität und Inneres hat die HHA ihre aktuellsten Pläne vorgestellt, die sich allerdings seit 2016 nicht wesentlich verändert haben.

Es ist vorgesehen, westlich des gegenwärtigen ZOB eine Mittelinsel in der Hannoverschen Straße mit insgesamt 6 Bushaltestellen anzuordnen. Dort sollen alle Busse halten, die von der Winsener Straße in Richtung Moorstraße und umgekehrt fahren. Betrieblich bietet diese Lösung Vorteile für die Busse. Problematisch ist allerdings, dass sich z.B. Wege zur S-Bahn verlängern und Wartebereiche kleiner werden als zurzeit. Für Fahrgäste sehr unpraktisch ist, dass einsetzende Busse in Richtung Winsener Str. oder Eißendorf weiterhin vom gegenwärtigen ZOB abfahren sollen. In Richtung Wilstorf, Rönneburg, Langenbek, Sinstorf, Meckelfeld oder Hittfeld, müssen Fahrgäste dann immer genau wissen, wo ihr nächster Bus abfährt. Bisher steigen sie an einer Haltestelle ein. Generell kann eine Gefährdung der Fahrgäste nicht ausgeschlossen werden, die die relativ schmale Mittelinsel frequentieren. Besonders, wenn sie die Ampeln – trotz Schutzgittern – nicht benutzen, um „noch mal eben“ den Bus zu erreichen und dann über die Fahrbahnen laufen.

Alternativen wie Erweiterungen in Richtung Fernbahnhof oder über die Gleise wurden 2018 wieder verworfen mit dem Hinweis, dass die Pläne schnell umgesetzt werden sollen und Gespräche mit der DB langwierig seien. Auch provisorische Lösungen, die eine Erweiterung auf 10 Haltestellen für Gelenkbusse und 4 Haltestellen für Standardbusse erlaubt hätten, wurden auch im Jahr 2018 mit dem Verweis auf den knappen Zeitplan verworfen. Insgesamt sind nun 5 Jahre verstrichen, in denen neue, deutlich bessere Planung entstehen hätte können.

Der Baubeginn ist gegenwärtig für das Frühjahr 2022, ein Ende für 2025 vorgesehen.