Die Harburger Innenstadt wird sich verändern

Die Harburger Innenstadt wird sich verändern

Die Erkenntnis, dass die Harburger Innenstadt sich verändern muss, wenn sie zukunftsfähig sein will, war nicht neu. Dennoch brauchte es einen Antrag der SPD, um den Prozess für einen Rahmenplan für die Harburger Innenstadt in Gang zu bringen.

In den vergangenen 20 Jahren sind verschiedene Versuche, z.B. mit einem Business Improvement District (BID) in der Lüneburger Straße, unternommen worden, diesen Bereich der Innenstadt, der die traditionelle Einkaufsmeile Harburgs war, wieder zu seiner vorherigen Bedeutung zu führen. Sie hatten allesamt nicht den Erfolg, den man sich wünschte, da ein großer Teil der Veränderungen, die zur Verödung von Innenstädten führen, vor Ort nur bedingt beeinflussbar sind. Erweiterte Öffnungszeiten und der Online-Handel, die es vor allem inhabergeführten Geschäften schwer machen, im Zusammenhang mit hausgemachten Schwierigkeiten wie Zuschnitt und Größe von Ladenflächen und Miethöhen, sind mitverantwortlich.

Deshalb ist der Gedanke, die Harburger Innenstadt insbesondere auch als Wohnstandort neu zu entwickeln und damit zugleich den gewerblichen Bereich zu stärken, mit ausschlaggebend gewesen, für die Initiative der SPD, die Verwaltung zu bitten, die Bebauungsplanung in diesem gesamten Bereich neu aufzustellen. Ebenso entscheidend war die Frage, wie die Innenstadt besser mit dem boomenden Binnenhafen verbunden werden kann.

Das Ergebnis ist der neue Rahmenplan für die Harburger Innenstadt. Mit diesem Rahmenplan werden in einem Betrachtungszeitraum bis 2040 Ideen aufgezeigt, wie die Innenstadt neu gedacht werden kann und wie neue Verbindungen zum Binnenhafen entstehen können.

Leitbild waren dabei die alten Verbindungsachsen u.a. am Schloßmühlendamm/Harburger Schlossstraße oder Großer Schippsee/Schellerdamm. Mit einer großzügigen Unterführung für Radfahrer und Fußgänger vom Schloßmühlendamm zur Schlossstraße und einer Landschaftsbrücke vom Schippsee zum Schellerdamm sind alte und neue Ideen zu einem Konzept verbunden, um attraktive und vielfältige Verbindungen zu schaffen. Außerdem sollen die B73 und die Bahnlinie auch optisch ihre trennende Wirkung durch eine starke Begrünung mit Bäumen verlieren. Auch der Schloßmühlendamm soll einen Boulevard-Charakter erhalten.

Zugleich beinhaltet der Rahmenplan eine Erweiterung der Innenstadt um das Quartier rund um den Harburger Bahnhof und ein Seevekanalquartier im Bereich der Seevestraße. Neue Ideen für neue und attraktiv gestaltete Stadtquartiere mit einem höheren Wohnungsanteil sollen eine Aufwertung für die Innenstadt bringen, die sowohl ein Wohnen in einem urbanen Umfeld neu ermöglicht als auch den Einkaufsstandort stärkt.