Beeinträchtigungen des Sicherheitsgefühls von Frauen und Mädchen in Harburg

Beeinträchtigungen des Sicherheitsgefühls von Frauen und Mädchen in Harburg

Die Nicht-Regierungsorganisation Plan International e.V. hat von Januar bis März 2020 bundesweit in 4 deutschen Großstädten, u.a. Hamburg eine nicht-repräsentative Online-Befragung von Frauen und Mädchen zum Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum durchgeführt.

Mittels einer Karte sollten die Teilnehmerinnen Orte markieren, an denen sie sich unsicher fühl(t)en. Es bestand außerdem die Möglichkeit, weitere Angaben zu den Orten und Situationen zu machen, so dass für Außenstehende auch nachvollziehbarer wird, worin diese Unsicherheiten begründet sind.

Dabei hat sich gezeigt, dass in Harburg insbesondere das Gebiet um den Harburger Bahnhof/ Busbahnhof und die Seevepassage sowie die S-Bahnhöfe Heimfeld und Harburg Rathaus für viele Teilnehmerinnen Orte sind, an denen sie sich unsicher fühlen. Diese Orte und öffentlichen Räume wurden mehrfach von Teilnehmerinnen genannt. Einen weiteren Schwerpunkt in Harburg bildet das Phoenix-Viertel, das auch mehrfach genannt wurde, wenn es darum ging, dass sich Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum unsicher fühlen. Auch andere Orte wurden – wenn auch deutlich weniger – markiert.

In dieser Studie geht es nicht um Statistiken, die seit Jahren ausweisen, dass Hamburg ein immer sicherer Ort wird und die Kriminalität – vor allem im Bereich der Gewaltdelikte – abnimmt.

Das Instrument von Plan International e.V. zielt auf die Wahrnehmung von Unsicherheit ab. In der Auswertung der Studie weisen die Organisatorinnn darauf hin, dass es möglich sein kann, durch einfache Maßnahmen das Sicherheitsgefühl der Menschen zu erhöhen, bspw. durch bessere Beleuchtung oder bessere Einsehbarkeit von Orten, aber auch die Möglichkeit, schnell Hilfe zu erreichen.

Die SPD-Fraktion hat dieses Thema aufgegriffen, um aus der Studie konkrete Maßnahmen abzuleiten. Die SPD-Abgeordnete Claudia Oldenburg: ”Mit unserem Antrag wollen wir erreichen, dass Bezirkspolitik und Bezirksverwaltung mit Vertretern von Plan International in einen Dialog treten, um über mögliche Veränderungen an den Unsicherheitsorten zu diskutieren und darüber zu reden, wie Frauen und Mädchen aktiv in diesen Diskussionsprozess eingebunden werden können.”