SPD Harburg begrüßt Koalitionsverhandlungen zur medizinischen Versorgung

SPD Harburg begrüßt Koalitionsverhandlungen zur medizinischen Versorgung

SPD Harburg begrüßt Koalitionsverhandlungen zur medizinischen Versorgung

Die künftige Hamburger Gesundheitspolitik solle stärker an den sozial Benachteiligten ausgerichtet werden und an Stadtteilen, in denen die Arztversorgung nicht so gut sei. Das ist das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen von SPD und Grünen, dass Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks und die Landesvorsitzende der Grünen Anna Gallina gestern vorgestellt haben.

„Wir begrüßen das sehr“, meint Frank Richter, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Harburger Bezirksversammlung. „Seit Jahren setzen wir uns vor Ort schon dafür ein. Maßgeblich unsere ehemalige Abgeordnete Eftichia Olowson-Saviolaki und unsere bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Claudia Loss haben hierzu eine Vielzahl von Initiativen gestartet und Anträge verfasst. Wenn das jetzt über die Koalitionsvehandlungen zu Ergebnissen führt, ist das gut für Hamburger Bezirke wie Harburg und Bergedorf.“

Bedauerlich finden die Genossen aus Harburg die erneute Abwehrhaltung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg und ihres Vorsitzenden Walter Plassmann. Der gelernte Jurist bleibt bei seiner Ablehnung jeglichen Eingriffs in die kassenärztliche Selbstverwaltung und verweist auf die gute medizinische Versorgung Hamburgs. Dazu meint Richter, dass hamburgweit zwar eine gute Versorgung gegeben sei, „die Verteilung auf die Stadtteile ist jedoch unausgewogen. Vielleicht ist es Herrn Plassmann noch nicht aufgefallen, dass es hier auch eine Elbe gibt, die die Stadt teilt. Hier in Harburg aber auch in Bergedorf sieht es nun einmal anders aus als in Blankenese.“

Und auch viele niedergelassene Ärzte sehen das ähnlich.

„Die Selbstverwaltung der Ärzte ist ein standesrechtliches Privileg, dass aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entsprungen ist. Hier müssen auch hinübergerettete Mechanismen hinterfragt werden. Bei den Zahnärzten hat die 2007 eingeführte Niederlassungsfreiheit zumindest nicht zu einer schlechteren Versorgung geführt“, findet Richter.