Kraftwerk Moorburg: Wasserstoffproduktion statt Kohleverstromung – Bürgermeister Tschentscher präsentiert innovative Idee für einen innovativen Bezirk Harburg

Kraftwerk Moorburg: Wasserstoffproduktion statt Kohleverstromung – Bürgermeister Tschentscher präsentiert innovative Idee für einen innovativen Bezirk Harburg

Kraftwerk Moorburg: Wasserstoffproduktion statt Kohleverstromung – Bürgermeister Tschentscher präsentiert innovative Idee für einen innovativen Bezirk Harburg

„Das ist ein großartiger Vorschlag für unseren Bezirk“, freut sich der Harburger SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Richter über die Projektidee des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher, das Kohlekraftwerk Moorburg schon vor 2030 vom Netz zu nehmen. „Jetzt muss noch geklärt werden, welche Schritte dafür unternommen werden müssen. „Dort eine Wasserstoffproduktion aufzubauen, ist der richtige Weg. Harburg ist ein Innovationsstandort und dies wäre nur ein logischer weiterer Schritt in eine nachhaltige Energieversorgung.“

Gestern hatte Peter Tschentscher gemeinsam mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie Michael Westhagemann die Pläne dazu in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Der Betreiberkonzern Vattenfall reagierte bereits am Nachmittag. Man spreche „sehr gerne mit den Regierungen von Hamburg und der Bundesrepublik“ darüber, „ob und wie der Standort Moorburg für eine klimafreundliche Energieversorgung umgebaut werden kann“ und zum Unternehmensziel, „ein fossilfreies Leben innerhalb einer Generation zu ermöglichen“, passe Moorburg als letztes Kohlekraftwerk von Vattenfall ohne Fernwärmeauskopplung langfristig nicht mehr.

Ob dies nun in einen Umbau des Kraftwerks im Konzern oder eine Veräußerung münden wird, könne man noch nicht sagen. Doch auch hier hat Tschentscher sich schon Gedanken gemacht. Er ließ offen, ob das neue Kraftwerk sowie die Wasserstoffproduktion privat betrieben werden sollen oder ob städtische Unternehmen wie Hamburg Energie mit einspringen könnten. „Wir drängen uns nicht“, sagte er, schloss eine unternehmerische Beteiligung der Stadt aber auch nicht aus.

„Für Harburg würde dies bedeuten, dass viel früher als vorgesehen die Chance besteht, die Immissionen durch das Kraftwerk zu beenden. Stattdessen würde dann das klimaschädliche Kohlekraftwerk zu einem Vorzeigeprojekt für den ökologischen Umbau unserer Gesellschaft und Wirtschaft.“ fasst Richter zusammen.